Chronik

Chronik der Städtepartnerschaft Ome – Boppard

Bearbeitet von Günter Horn

  1. Vorsitzender des Freundeskreises Ome – Boppard e.V. von 1997 bis 2006

Stand: 09.11.2017

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Eine Brücke der Freundschaft zwischen Ome und Boppard

52Jahre Partnerstädte – Eine Vision erfüllte sich – Der Jugend gehört die Zukunft

37 Jahre Freundeskreis Ome – Boppard in Boppard

Viele Bürger aus Boppard waren schon in Ome, wie auch viele Besucher aus Ome nach Boppard kamen. Dies zeigt das grosse Interesse an der jeweiligen Partnerstadt.

Inzwischen besteht bereits eine unsichtbare Brücke zwischen Ome am Tama-Fluss und Boppard am Rhein. Über diese führt eine gut ausgebaute Straße von Stadt zu Stadt, von Kontinent zu Kontinent, von einer Kultur zur anderen.

Der Weg schien damals fast unüberwindbar. Er war steinig und steil und voller Hindernisse. Doch gemeinsam machte man sich in Ome und Boppard daran, zum Ziel zu gelangen. Und was anfangs für unmöglich gehalten wurde, das wurde schließlich doch erreicht. Davon zeugen die vielen Jahre Freundschaft, worauf wir in Boppard besonders stolz sind.

Ab 1965 wurde ständig Mosaikstein an Mosaikstein gefügt, so dass sich daraus eine gut zu befahrende Straße ergeben hat.

Mosaiksteine waren unter anderem: Offizielle Besuche seitens der Stadtverwaltungen, die Bürgermeister, die Mitglieder der Stadtparlamente, Aktivitäten der Freundeskreise, die Jugenddelegationen, die Studenten des Goethe-Institutes, aber auch vor allem viele, viele private Kontakte wie Besuche, Briefe, eMails. Es machten sich auf in die Ferne sowohl Schüler als auch Professoren. Sportler haben sich im fairen Kampf gemessen, Arbeiter, Angestellte und Beamte beider Städte wurden ausgetauscht. Chöre, Kimono-Gruppen, Künstler, Priester, Lehrer usw usw besuchten die jeweiligen Partnerstädte. Die Liste könnte man noch weiter fortführen.

Die Mosaiksteine der Brücke Ome/Boppard sind vielfältig und bunt. Es gibt eigentlich kaum eine gesellschaftliche Schicht, die sich nicht in der Partnerstadt umgetan hätte.

Die Brücke steht auf festen Fundamenten und führt unmittelbar in die Herzen der Bürger beider Städte. Der Weg ist mit Leben erfüllt, was bisher viel Freude bereitet und sogar Ehen gestiftet hat.

Die Städte mit ihren Bürgermeistern einerseits und die Freundeskreise mit ihren Mitgliedern und Sympathisanten andererseits waren und sind die Baumeister, Wegbereiter und Bewahrer der Freundschaft zwischen Bürgern unterschiedlicher Kulturen.

Wir, der Freundeskreis Ome-Boppard in Boppard, haben in der Vergangenheit versucht, unser Bestes zu geben. Das versprechen wir auch für die Zukunft.

Vielen Dank, domo arigato !

 

Nippon: Land der aufgehenden Sonne

Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich die Aufmerksamkeit Europas den japanischen Inseln zuwandte, ahnte niemand, dass sich dieses geheimnisumwobene Land im Lauf eines knappen Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten Länder der Welt entwickeln würde. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war Japan in den Augen des Westens ein unbekanntes, rückständiges Land, das sich mehr als zweihundert Jahre lang jedem Kontakt mit der übrigen Welt verschlossen hat. Heute ist das japanische Kaiserreich eine Industriegrossmacht.

Schon die poetisch klingende Bezeichnung Japans „Nippon“ — Land der aufgehenden Sonne – ruft bei vielen Europäern ein Gefühl der Exotik hervor. Das Verlangen, dieses Land kennenzulernen, verstärkt sich noch, vergegenwärtigt man sich seine geographische Lage, die beträchtliche Entfernung vom europäischen Kontinent, die historische Entwicklung jenseits des Hauptgeschehens der Weltgeschichte, die andersartige Kultur und Zivilisation sowie die lebendigen, tief im Denken der heutigen Japaner verwurzelten Traditionen.

Die geographische Lage und die natürlichen Bedingungen waren wichtige Faktoren, die Entwicklung, Denken und Kultur der Japaner beeinflusst haben. Das die vier Hauptinseln Hokkaido, Hondo, Schikoku, Kiuschu und tausende kleinere Inseln umgebende Meer verband Japan mit anderen Kulturen und Zivilisationen, doch trennte es zugleich auch von diesen und übte einen günstigen Einfluss auf die historische und kulturelle Entwicklung aus.

Die Entdeckung Japans dauerte mehrere Jahrhunderte und vollzog sich in mehreren Wellen.

 

Ome: Blaue Pflaume

Die Stadt Ome liegt 70 km nordwestlich von Tokio am Oberlauf des Tama-Flusses und am Südostrand des Okuchichibu-Nationalparks. Die Einwohnerzahl beträgt seit Oktober 2000 140.000. Herr Toshio Takeuchi ist Bürgermeister dieser sehenswerten Stadt.

Der „Haus-Berg“ ist der Mitake-San (1082 m über NN), von wo der Blick an klaren Tagen bis zu den Bergen von Nikko und Tsukuba reicht. Den Aufstieg kann man sich teilweise mittels einer Kabinenbahn erleichtern, den Gipfel muß man jedoch zu Fuß erklimmen. Dort findet man dann auch den weithin bekannten Mitake-Schrein.

Sehenswert ist in Ome der Railroad-Park, in dem Eisenbahnmodelle sowie neben neuester Technik auch alte Dampflokomotiven und Wagen zu sehen sind. Im März stehen die Pflaumenbäume in voller Blüte, besonders viele sind in Yoshino Baigo anzutreffen.

Ome war ursprünglich das Zentrum der Textilindustrie. Dieses traditionelle Handwerk wird jedoch allmählich durch moderne Industrien, wie Maschinenbau und Elektronik ersetzt. In Ome gibt es über 700 große und kleinere Fabriken, z.B. Toshiba und Hitashi.

Der Legende nach ist Ome im Jahre 900 dadurch entstanden, dass ein Fürst aus Ostjapan sich unter Zuhilfenahme eines Pflaumenstockes in die Gegend von Ome flüchtete. Der Stock verwurzelte und die Früchte blieben immer grün. Von dieser Überlieferung stammt der Name Ome, was soviel bedeutet wie blaue Pflaume.

Besonders erwähnenswert ist der jährlich im Februar stattfindende Marathon-Lauf mit über15 000 Läufern, an dem auch Bopparder Sportler schon häufig teilgenommen haben.

 

Boppard: Perle am Rhein

Umsäumt von Wäldern und Weinbergen, im romantischen Rheintal liegt Boppard, ein liebenswertes Städtchen mit dem mittelalterlichen Charme verwinkelter Gassen und Fachwerkhäuser. Nach dem 1976 erfolgten Zusammenschluss von zehn Gemeinden (Boppard, Bad Salzig, Hirzenach, Weiler, Rheinbay, Holzfeld, Udenhausen, Buchholz, Herschwiesen und Oppenhausen ) erreicht das Stadtgebiet eine Größe von 75 km², in dem ca 17 000 Menschen leben.

Die Kernstadt, einst keltische Siedlung, wurde später das römische Kastell „Baudobriga“ bzw. „Bodobriga“. Vom Aufenthalt der Römer zeugen gut erhaltene Reste im Stadtbild. Vieles in Boppard erinnert an die Vergangenheit, Teile der mittelalterlichen Stadtmauer, die Kurtrierische Burg, das Karmeliterkloster oder die Pfarrkirche St. Severus, die den Übergang vom romanischen zum gotischen Stil zeigt.

Wanderwege durch Weinberge und Wälder sind ein Paradies für Wanderer. Auch die 3 km lange Rheinallee lädt zum Spazieren entlang des Rheines ein. Das Städtische Museum ist in der Kurtrierischen Burg untergebracht. Neben Vor- und Frühgeschichte besitzt Boppard eine der größten öffentlichen Thonetsammlungen der Welt. Michael Thonet, in Boppard geboren, später in Wien lebend, war der Erfinder der Bugholzstühle, besser bekannt als Wiener Kaffeehausstühle. Ein Holzmuseum und eine Werkstatt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts sind angegliedert und sehenswert.

Eine Fahrt mit der Sesselbahn zum „Gedeonseck“ ist ein besonderes Vergnügen. Von dort oben hat man einen überwältigenden Rundblick über Boppard und die größte Rheinschleife. Der „Vierseenblick“ ist nur wenige Gehminuten entfernt und bietet sich als Aufenthalt für eine Rast an, besonders, da man von dort den Rhein als „4 Seen“ wahrnimmt.

Die Hunsrückbahn, 1908 bis Simmern fertiggestellt, führt über 2 hohe Viadukte und durch 5 Tunnels auf die Höhe des Hunsrücks.

Die Vielfalt der Landschaft erlebt man auf einer der zahlreich angebotenen Schiffsfahrten auf dem Rhein. Boppard verfügt über eine Palette gastronomischer Leistungen. Kellerbesichtigungen und Proben des „Bopparder Hamm“ sind empfehlenswert.

Boppard und seine Stadtteile, am Rhein und auf dem Hunsrück gelegen, bieten ihren Gästen mehr als eine liebenswerte Landschaft, nämlich Gastlichkeit, Wein und Geschichte.

 

Dr. Philipp Franz Freiherr von Siebold: Das Bindeglied

Siebold, geb. 17.2.1796 in Würzburg und gest. 18.10.1866 in München, war Japanforscher, Arzt und Naturwissenschaftler im Dienste der niederl. Ostindienkompanie. Er hielt sich viele Jahre in Japan auf, das damals noch weitgehend von der Außenwelt abgeschlossen war. Er lebte von 1847 bis 1853 im ehemaligen St. Martin-Kloster in Boppard, das er am 5.9.1853 an den Preußischen Staat verkaufte. Hier schrieb er seine Bücher über seine Reisen nach Japan, baute ein Gewächshaus und setzte seine botanischen Studien fort. Ihm ist es zu verdanken, dass die Pfingstrose und Chrysantheme nach Europa kamen.

Anlässlich der Einweihung der Christus-Kirche am 29. Juni 1852 weilte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen mit seiner Gattin und dem Prinzen von Preußen, dem späteren Kaiser Wilhelm I., in Boppard. Damals pflanzte von Siebold den heute noch neben der Kirche stehenden Ginkgo-Baum und lud den König zum Frühstück ein. Dieser informierte sich ausführlich über Japan. Er wurde begleitet und beschützt durch die Bopparder Schützengesellschaft 1510/1848.

Von Boppard zog Freiherr von Siebold nach Bonn

 

Partnerstädte: Eine Zukunftsvision

Herr Enomoto war in den Sechziger-Jahren Bürgermeister der japanischen Stadt Ome. Er war ein Bewunderer von Philip Franz von Siebold, dem Arzt, Naturwissenschaftler und Japanforscher.

Bürgermeister Enomoto hatte bei seinen Nachforschungen vom mehrjährigen Aufenthalt von Franz von Siebold in Boppard erfahren. Aus diesem Grunde nahm 1964 Herr Dr. Endo aus Tokio, der schon lange in Deutschland wohnte, Kontakt mit Herrn Dr. Stollenwerk, damals Bürgermeister in Boppard, auf. Er trug diesem den Wunsch von Bürgermeister Enomoto vor, zwischen den Städten Ome und Boppard eine Partnerschaft zu begründen.

Im Januar 1965 beschließt der Stadtrat Boppard, das Partnerschaftsangebot der Stadt Ome anzunehmen. Am 24.09.1965 findet im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Enomoto und Frau, dem Beigeordneten Hasegawa, sowie dem Vermittler der Partnerschaft, Herrn Dr. Endo, eine festliche Sitzung des Stadtrates statt, bei der die Urkunde durch den neuen Bopparder Bürgermeister Linnenweber und Bürgermeister Enomoto unterzeichnet wird.

Im Text stand „…daß beide Städte Schwesternstädte sein wollen und in Freundschaft brieflich ihre Gedanken und Meinungen austauschen. Ihre Bürger mögen in Frieden und Freiheit menschliche, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen pflegen.“

Wohl keiner hatte damals ernsthaft geglaubt, dass diese Vereinigung derart mit Leben erfüllt werden würde und so viele Früchte im Sinne obiger Urkunde geerntet werden würden. Bürger aus Boppard setzten jedoch Hoffnung in die Zukunftvision, es bildete sich nämlich ein zuerst mehr oder wenig lose bestehender Freundeskreis. Dieser gab sich am 30. November 1988 eine Satzung, wählte einen offiziellen Vorstand und wurde am 16. März 1989 in das Vereinsregister eingetragen. Vorsitzender ist seitdem Heinrich Conrad.

Die Verantwortlichen der Stadt Boppard einerseits und die des Freundeskreises andererseits können mit Stolz auf mittlerweile 35 Jahre Harmonie, Völkerverständigung und zum Teil tiefe Freundschaften zurückblicken. Es muß schon etwas besonderes daran sein, dass diese Verbindung über die große Entfernung so lange gehalten hat und sich im Laufe der Jahre immer mehr vertieft. Die Nutzung modernster Kommunikationsmittel,die Einbindung des Goethe-Instituts und vor allem der ständige persönliche Besuch auf allen Ebenen der Bürgerschaft sind die Grundpfeiler dieser Partnerschaft. Die Vision ist wahr geworden !

 

Jugendaustausch: Investition in die Zukunft

Eine Städtepartnerschaft ist nur dann sinnvoll und kann auf Dauer bestehen, wenn sie durch persönliche Kontakte der Bürger mit Leben erfüllt wird. Und hier ist es besonders die Jugend, auf der die ganze Hoffnung der Beteiligten ruht. Sie ist es, die zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses, zur Toleranz und Freundschaft über alle Grenzen hinaus beitragen kann. Die Jugend ist es, die als verantwortlicher Träger unserer Zukunft zur Erhaltung des Friedens in der Welt Maßstäbe setzt.

Jugendliche sind meist sehr kontaktfreudig und offen, interessiert und wißbegierig, unkompliziert und noch frei von Vorurteilen. Sie sind daher besonders gut geeignet, trotz oder auch wegen unterschiedlicher Kultur, Sprache, Geschichte, Religion und Lebensweise an der Brücke der Freundschaft mitzubauen.

Das war sicherlich auch der Grundgedanke, daß die Stadtparlamente der Partnerstädte einst beschlossen, einen regelmäßigen Austausch von Jugendlichen durchzuführen. Die erste Gruppe kam bereits 1968 aus Ome nach Boppard, geleitet vom damaligen Bürgermeister Ishikawa. Dieser machte später eine große politische Karriere. Nach seinem Ausscheiden als Stadtoberhaupt war er ununterbrochen Abgeordneter des japanischen Parlaments in Tokio. Zeitweise bekleidete er sogar das Amt des japanischen Verteidigungsministers.

Die Mitglieder der Bopparder Jugenddelegationen werden nachbesonderen Kriterien erwählt. Sie sind Schülerinnen und Schüler Bopparder Schulen, werden von Vereinen und dem Freundeskreis vorgeschlagen und von der Stadt benamt. Die jeweiligen Jugendlichen werden in Familien der Partnerstadt untergebracht und so nicht als „Touristen“ aufgenommen sondern als Freunde. Dadurch ergeben sich viele Möglichkeiten guter Einblicke in die Lebensformen und Gewohnheiten des anderen Landes und intensiver persönlicher Kontakte. Gemeinsam mit Gleichaltrigen der Partnerstadt werden Schulen besucht, sportliche Wettkämpfe und Spiele ausgetragen, Betriebe und Arbeitsstätten besichtigt, Besuche der Parlamente und Gespräche mit Abgeordneten ermöglicht. Es werden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen besichtigt, alte Handwerkskünste kennengelernt und gemeinsam Feste gefeiert.

Für die Jugendlichen waren die bisherigen Fahrten immer ein unvergessliches Erlebnis und bereiteten oft den Boden für weitere Aktivitäten innerhalb der Partnerschaft. Freundschaften hielten oft Jahrzehnte, eheliche Verbindungen entstanden und berufliche Ziele wurden gar umgesteckt.

Die Jugenddelegationen sind Investitionen in die Zukunft.

 

Statistik: Gelebte Vergangenheit

Regelmäßig stattfindende Abläufe oder jährliche Delegationen sind hier nicht vermerkt.

1964 – Erste Kontaktaufnahme von Herrn Dr. Endo aus Tokio, der schon längere Zeit in Deutschland lebt, mit dem Bopparder Bürgermeister Dr. Stollenwerk. Er übermittelt den Wunsch von Bürgermeister Enomoto aus Ome, eine Partnerschaft zu begründen.

1965 – Im Januar beschließt der Stadtrat Boppard, das Partnerschaftsangebot der Stadt Ome anzunehmen. Am 24.09. findet im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Enomoto und Gattin, des Beigeordneten Hasegawa sowie des Vermittlers, Herrn Dr. Endo, eine festliche Sitzung des Stadtrates statt, bei der die Urkunde durch die Bürgermeister Linnenweber, inzwischen neu im Amt, und Bürgermeister Enomoto unterzeichnet wird.

1967 – Der Bopparder Unternehmer Herr Karl-Heinz Schwamborn, der im Jahre 1967 geschäftlich in Japan zu tun hatte, wurde von Bürgermeister Enomoto nach Ome eingeladen. Herr Schwamborn besuchte daraufhin mit Gattin Helga die Bopparder Partnerstadt und war somit der erste Bopparder Bürger, der die Partnerschaft mit Leben erfüllte.

1968 – Erster Besuch einer Jugendgruppe aus Ome unter Leitung des neuen Bürgermeisters Ishikawa, dem späteren Parlamentsabgeordneten und Verteidigungsministers.

1969 – Beginn der Aufenthalte von Studenten aus Ome in Boppard.

1972 –Erste Briefpartnerschaften zwischen Schülern beider Städte. Der Vorsitzende des Stadtrates von Ome, Herr Masao Yamazaki, besucht Boppard. Die erste offizielle Delegation der Stadt Boppard, bestehend aus den Herren Dr. Mißling, J. Machhaus uns K.J. Burkhard reist in die Partnerstadt.

1975 – Aus Anlaß des 10-Jährigen Bestehens der Partnerschaft schickt die Stadt Boppard 100 Flaschen Bopparder Wein nach Ome.

1977 – Ab jetzt besuchen regelmäßig Studenten aus Ome das Bopparder Goethe-Institut, um die deutsche Sprache zu erlernen.

1979 – Übersendung von 300 Pfropfreben der Sorte Riesling nach Ome. – Erste größere private Reisegruppe Bopparder Bürger in Ome.

1980 – Aufstellung von Schildern an den Ortseingängen, die auf die Partnerschaft hinweisen. Gründung des Freundeskreises Boppard-Ome, Sprecher Heinrich Conrad. 372 Bilder von Kindergartenkindern aus Ome gemalt, werden an die Kindergärten der Stadt Boppard weitergeleitet. 32 Bürger aus Ome besuchen Boppard. 300 Pflaumenbäume aus Ome treffen in Boppard ein.

1981 – Eine offizielle Delegation der Stadt Boppard unter Leitung von Bürgermeister Linnenweber besucht Ome anläßlich der Feierlichkeiten zum 30-Jährigen Stadtjubiläum, 28 Bürger reisen privat mit.

1982 – Eine japanische Steinlaterne trifft als Geschenk aus Ome ein und wird in den Rheinanlagen aufgestellt. EinTeil der Rheinanlagen erhält den Namen „Ome-Anlagen“. 8 Gemälde japanischer Künstler werden in Boppard ausgestellt.

1984 – Übersendung eines Weinfaßbodens mit Bopparder Motiven als Geschenk der Stadt Boppard nach Ome. Gerd Birnstock nimmt am berühmten Marathon-Lauf in Ome erstmals teil.

1985 – 9 Gemälde einheimischer Künstler werden nach Ome versandt.

1986 – Eine private Reisegruppe reist nach Ome. Diese wird vom ehemaligen Bürgermeister Ishikawa, inzwischen Parlamentsabgeordneter, im Parlament in Tokio empfangen und dort herumgeführt.

1988 – Bürgermeister Gipp erstmals in Ome. Fußballclub „Primavera“ aus Ome bestreitet ein Spiel gegen die „Alten Herren Udenhausen“. — Der in loser Form bestehende Freundeskreis gab sich am 30. November 1988 eine Satzung, wählte einen offiziellen Vorstand und wurde am 16. März 1989 in das Vereinsregister eingetragen.

1989 – Freundeskreis Boppard-Ome beteiligt sich am „Bopparder Mai“.

1990 – 25 Jahre Partnerschaft Ome-Boppard. Offizielle Festakte in Boppard und Ome, zahlreiche Aktivitäten. Bürgermeister Tanabe mit einer Delegation der Stadt Ome in Boppard. Eine große Gruppe von Bürgern aus Ome kommt nach Boppard. Im Gegenzug bricht Bürgermeister Gipp mit insgesamt 52 Personen (Offizielle, Private und Jugenddelegation) ins Land der aufgehenden Sonne auf. Fotoausstellung „Altes Japan – Neues Japan“ im Karmelitergebäude und im Goethe-Institut. Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Dambmann, Mainz, „Japaner sind anders“. Konzert eines Chores aus Ome unter Leitung von Herrn Hirakawa in Boppard. Partnerschaftsjubiläum wird beim „Bopparder Mai“ besonders herausgestellt.

1991 – Bopparder Pfadfinder vom Stamme Vasqua besuchen Ome.

1992 – 15 junge Kirschbäume werden nach Ome geliefert. 10-Köpfige Stadtverordneten-Delegation aus Ome kommt nach Boppard.

1993 – Der Leiter des Amtes für Internationale Beziehungen, Herr Toru Nagasawa, verweilt in Boppard. Wieder kommt eine Stadtverordneten-Delegation nach Boppard. Auf Einladung der Stadt Ome entsendet die Stadt Boppard eine Auswahl jugendlicher Fußballer bis 12 Jahre zum „World-Junior-Soccer-Festival in Tokio“ nach Ome, wo sie während ihres Aufenthaltes in Japan untergebracht sind, Leiter ist der 3.Beigeordnete Josef Karbach, Trainer Helmut Biller. Besuch des japanischen Kaiserpaares Akihito und Michiko in Boppard, begleitet von Bundeskanzler Helmut Kohl und Gattin.

1994 – 3. Stadtverordneten-Delegation aus Ome in Boppard.

1995 – 30 Jahre Partnerschaft Ome-Boppard. Offizielle Festakte in Boppard und Ome, zahlreiche Aktivitäten. Größere Bürgergruppen aus Ome und Boppard besuchen sich gegenseitig. Der Frauenchor Ome und Umgebung unter Leitung von Herrn Hirakawa gastiert zum zweitenmal mit großem Erfolg in Boppard. Ein „Ome-Video-Team“ film in Boppard.

1996 – Der Ome-Marathon, an dem zum wiederholtenmal Bopparder Sportler, allen voran Herr Gerd Birnstock, teilnehmen wollten, fällt wegen zu starkem Schneefall aus. Kinderfoto-Ausstellung Bopparder Kinder im Karmelitergebäude (Auswahl für Ome).

1997 – Bürgermeister Tanabe besucht wieder Boppard. Entsendung von Postern zum Thema Umweltschutz, entworfen von Kindern der 4. Klasse Bopparder Grundschulen, in die Stadt Ome zur Ausstellung am dort stattfindenden Recycle-Fest. Jugendfußballmannschaft aus Ome kommt nach Boppard.

1998 – Ernennung des japanischen Botschafters, Bonn, Herr Kunisada Kume, zum Ehrenwinzer von Boppard.

1999 – Gegenseitiger Austausch von Auszubildenden der Krankenhäuser in Boppard und Ome. – Zum Rheinland-Pfalz-Tag, der in diesem Jahr in Boppard stattfindet, kommt eine Kimono-Gruppe aus Ome nach Boppard und nimmt am Festzug teil. Der Leiter der Delegation, der 1. Vorsitzende des Freundeskreises in Ome, Herr Hitjikata, trifft den Ministerpräsidenten des Landes, Herrn Kurt Beck. Ministerpräsident Beck lädt ihn und die Bürgergruppe, die 2000 zum 35. Partnerschafts-Jubiläum nach Boppard kommt, in die Staatskanzlei nach Mainz ein.

 

2000: Das 35. Jubiläumsjahr!

Da die Urkunden am 24. September 1965 unterschrieben worden sind, können wir in diesem Jahr das 35-Jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Ome und Boppard feiern. Dieser freudige Anlaß löste auf beiden Seiten zahlreiche Aktivitäten aus.

Der Vorstand des Freundeskreises Boppard – Ome entwarf einen neuen Aufkleber, der die Deutsch-Japanische Freundschaft und die der Partnerstädte im besonderen seit 1965 dokumentiert.

Vom 17. bis 27. April reisten 9 Jugendliche unter der Leitung des 2. Beigeordneten Jürgen Schneider in die Partnerstadt und kamen mit unvergesslichen Eindrücken aus dem fernöstlichen Japan nach Hause zurück.

Ein Frauenchor aus Ome und Umgebung unter der Leitung von Herrn Makoto Hirakawa war bereits zum 3.Mal in Boppard. Am Mittwoch, dem 7.Juni, gab er in der Bundesakademie Boppard ein Konzert zum 35. Jubiläum, das ein ganz besonderer Genuß für die Zuhörerschaft war. Herr Hirakawa trat auch als Solist auf und unterstrich seine hohe Sangeskunst. Am Piano begleitete in gewohnt perfekter Weise und auf hohem Niveau spielend Frau Miho Sakamoto. Der Frauenchor der Bälzer Sangesgilde wirkte auch beim Konzert mit und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Veranstaltung ein unvergessliches Erlebnis für die zahlreichen Besucher war. Die endgültige Verbrüderung der beiden Chöre fand dann bei heimischer Gastronomie statt, wo ein wunderschöner Tag, vielfach unterbrochen durch spontane „a cappella“-Darbietungen, sein Ende fand.

Die „offizielle Freundschaftsdelegation“ aus Ome weilte vom 16. bis 19. August in unseren Mauern. Ein umfangreiches Programm wurde von der Stadt und dem Freundeskreis zusammengestellt.

Die Höhepunkte des ersten Tages waren ein Empfang beim Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Herrn Kurt Beck, in der Staatskanzlei in Mainz und eine Schifffahrt mit der Hebel-Linie von Rüdesheim nach Boppard.

Der zweite Tag begann mit einem großen Jubiläums – Festakt im Alten Rathaus, zudem die Stadt Boppard neben den japanischen Freunden deren Gastgeber, den Freundeskreis und mit der Stadt Ome besonders verbundene Bürger geladen hatte. Im Verlaufe der Feierstunde wurde dem Bopparder Vorsitzenden des Freundeskreises, Herrn Heinrich Conrad, durch den 2. Vorsitzenden Günter Horn im Namen des Vorstandes eine Ehrenurkunde überreicht, die Dank sagen sollte für 20 Jahre unermüdlichen Einsatz als Chef des Freundeskreises.

Der Tag endete mit einer super Freundschaftsparty im Innenhof und Kreuzgang des würdigen Karmelitergebäudes, wobei mehrere rituelle Tänze einer Bürgerin aus Ome im Kimono besonderen Beifall fanden. Viele Freunde der Partnerschaft hatten sich eingefunden und feierten ein Fest, das viel Spass machte und herzlicher nicht sein konnte.

Der dritte Tag führte die Gruppe nach Bonn und Köln. Am gleichen Abend wurde im Museum der Stadt Boppard in der Alten Burg eine Siebold-Abteilung eröffnet. Ehrengast neben zahlreicher in- und ausländischer Prominenz war Dr. Konstantin von Brandenstein-Zeppelin, Ururenkel Philip Franz von Siebolds.

Die Sayonara-Party in einer bekannten Bopparder Strausswirtschaft vereinte schliesslich wieder alle Freunde bei japanisch-rheinländischer Fröhlichkeit.

Ehe man am vierten Tag gegen Abend schliesslich nach Frankfurt zum Flughafen fuhr, konnten noch individuelle Wünsche der japanischen Freunde erfüllt werden, wie Besuche Deutsches Eck, Marksburg, Schloß Stolzenfels,Festung Ehrenbreitstein, Lorelei, Niederwalddenkmal uvm.

Zum Gegenbesuch nach Ome ins „Land der aufgehenden Sonne“ starteten am 3. Oktober 42 Bürger und blieben dort bis zum 13. Oktober. Als die Jubiläumsgruppe am späten Abend am Ziel ankam, wurde sie bereits von Bürgermeister Takeuchi, den Gastgebern und zahlreichen „alten Bekannten“ erwartet und mit Jubel begrüßt. Die japanischen Freunde hatten ein umfangreiches Programm für die Bopparder zusammengestellt und präsentierten dabei die Vielfalt ihrer Kultur, Sitten und Landschaft. Höhepunkte waren die Ausflüge nach Tokio, zum Fuji-San und nach Kamakura, der alten Kaiser-Stadt. Zu den herausragenden Mosaiksteinen auf der Brücke der Freundschaft zählten der Empfang durch die Stadt Ome und die Sayonara-Party des Freundeskreises. Als schließlich die Stunde des Abschiedes gekommen war und man früh morgens Richtung Flughafen Narita aufbrach, war der Platz vor dem Rathaus voller Menschen, und man konnte einen herzerweichenden Abschied mit vielen Tränen erleben. Lange, lange winkte man sich noch zu.

2001 – Herr Yoji Koda aus Ome, Professor für Malerei an der Musashino-Universität in Tokio, weilt ab Dez. 2000 für ca 1 Jahr in Boppard. Frau Megumu Miura hält sich längere Zeit in Boppard auf. Am 7. April heiratet Kiyoshi Yaegashi, Sohn des Stellv. Vorsitzenden Setsuo Yaegashi, seine Braut Hiroko Sakurai. Vom 28. April bis 7. Mai besucht eine Junioren-Auswahl der besten Fußballer von Ome unsere Stadt. An Fronleichnam wurde der 2. Vorsitzende – Günter Horn – Schützenkönig der Bopparder Schützengesellschaftund einige Wochen später errang er auch die Würde des Bezirksschützenkönigs. Vom 23.07. bis 29.07. kam Bürgermeister Toshio Takeuchi erstmals an den Rhein, begleitet von der 9. Jugenddelegation und dem neuen Leiter für die partnerschaftlichen Beziehungen, Herr Shimura. Am 24. Juli wurde der japanische Teil des „Gartens der Partnerschaften“ auf dem Gelände der Stiftung Bethesta – St. Martin im Beisen der Bürgermeister Takeuchi und Dr. Bersch und der Jugenddelegation eröffnet. Das Vorstandsmitglied Ingeborg Körner hat sich in dieser Angelegenheit sehr stark engagiert. Am Sommerkurs des Goethe-Instituts nehmen aus Ome Ayumi DAITSU, Sachiko SEKINE und Akiko INOUE teil. Im August besuchten die Stadtverordneten der Stadt Ome Arai und Araki mit ihren Ehefrauen Boppard und überbrachten für das hiesige Museum ein besonders wertvolles Geschenk, die No-Maske der „Manbi“, ein Werk des bekannten japanischen Künstlers Ogura Soei. Mit dabei waren Frau Yoshiko Yoshinaga (früher Kurihara), die vor 18 Jahren als Studentin in Boppard weilte, und deren Sohn. Vom 31.08. bis 02.09. machte eine Gruppe von 18 Personen der „Ome Behindertengesellschaft“ in Boppard Station. Die Stadt Ome feierte ihr 50-jähriges Bestehen ihrer Stadtrechte. Bürgermeister Dr. Walter Bersch reiste mit Familie auf Einladung des Bürgermeisters Toshio Takeuchi vom 04.10. bis 15.10. nach Japan. Im Dezember flog Yoki Koda, Professor für Kunst , der ein Jahr in Boppard künstlerisch wirkte, nach Ome zurück.

2002 – Aus Anlaß des 110-jährigen Bestehens der Turngesellschaft 1892 e.V. Boppard besuchte eine Gruppe von 15 Personen in der Zeit vom 05. bis 12. Mai Boppard. Die meisten der Gäste nahmen auch am Bopparder Mai-Lauf teil. Als Geschenk brachten sie ein Relief mit Inschrift des ehemaligen Bürgermeisters Enomoto mit, das im Ome – Garten platziert worden ist. Am 26. Mai 2002 hatte der Freundeskreis Ome – Boppard in Ome seine diesjährige Jahreshauptversammlung. Herr Tamaki Hijikata, der langjährige Vorsitzende, stellte sich nicht zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Setsuo Yaegashi, der bisherige Stellvertreter, gewählt. Im Juli weilten Herr Akira Tanabe und seine Frau Wakako ein paar Tage in Boppard. Herr Tanabe, Sohn des Alt-Bürgermeisters Eikichi Tanabe, ist Mitglied des Stadtrates von Ome und besuchte Boppard bereits zum dritten Mal.

2003 – Der japanische Frauenchor „Otozure“ aus Ome und Umgebung unter Leitung von Herrn Makoto Hirakawa verweilte vom 18. bis 21 Juni in Boppard und gab ein Konzert in der Bundesakademie unter Mitwirkung des Bälzer Sängerinnen. Es war dies bereits der 4. Besuch in unserer Stadt. Die Kunststudentin Yumiko Matsunaga verbrachte zwei Monate in Boppard, um hier einerseits zu studieren und andererseits „Land und Leute“ kennen zu lernen. Eine hohe Auszeichnung wurde Tamaki Hijikata, dem ehemaligen Vorsitzenden des Freundeskreises Ome – Boppard in Ome, zuteil. Auf Grund seiner Verdienste um die Städtepartnerschaft zwischen Ome und Boppard hat ihm der Herr Bundespräsident Rau auf Anregung des Bopparder Freundeskreises und auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes am 31. Oktober 2003 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Dieses nebst Urkunde wurden Herrn Hijikata in einer Feierstunde am 18. Dezember 2003 durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Residenz der deutschen Botschaft in Tokio überreicht.

2004 – Am berühmten Ome – Marathon im Februar nahmen auch Christa Biller, Helmut Biller, Gerd Birnstock und der in Japan studierende Bopparder Christian Tischer teil. Herr Tamaki Hijikata besuchte mit seiner Frau und vier weiteren Begleitern vom 26. Mai bis 2. Juni Boppard, um sich bei allen Boppardern, besonders beim Freundeskreis, für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande zu bedanken. Höhepunkt seiner Reise war ein Empfang bei Ministerpräsident Kurt Beck in der Staatskanzlei in Mainz. Dort sprach auch Minister Bauckhage Herrn Hijikata Glückwünsche für diese seltene Ehrung für einen ausländischen Staatsbürger aus. Etliche Bürger aus Ome einschl. der 10. Jugenddelegation unter Leitung des Stadtdirektors Herrn Yoshiharu Nozaki besuchten Boppard. Vom Vorstand des Bopparder Freundeskreises reisten Frau Körner im Mai und Günter und Renate Horn im Juli privat in die Partnerstadt.

 

2005: Das 40. Jubiläumsjahr ! — 40 Jahre wahre Freundschaft, danke !!! —

Da die Urkunden der Städtepartnerschaft am 24. September 1965 unterschrieben worden sind, können wir in diesem Jahr das 40-Jährige Jubiläum zwischen Ome und Boppard feiern. Dieser freudige Anlaß löste auf beiden Seiten zahlreiche Aktivitäten aus.
Der Vorstand des Freundeskreises Boppard – Ome in Ome entwarf einen neuen Aufkleber, der die deutsch-japanische Freundschaft und die der Partnerstädte im Besonderen seit 1965 dokumentiert.
Vom 21. bis 31. März reiste eine Jugenddelegation unter der Leitung von Ludwig Höffling in die Partnerstadt und kam mit unvergeßlichen Eindrücken aus dem fernöstlichen Japan nach Hause zurück.
Heinrich Conrad und Günter Horn, die Vorsitzenden des Freundeskreis Ome-Boppard, und Bürgermeister Dr. Walter Bersch trafen sich am 12. April im Bopparder Rathaus mit Herrn Junichi Kosuge, Generalkonsul von Japan, und Herrn Daisuke Kiryu, Vizekonsul im Generalkonsulat von Japan, zu einem Gespräch über die Partnerschaft mit Ome.
Anfang Juli bestiegen die Herren Gerd Birnstock und Tamaki Hijikata den Fuji – San von Grund auf bis zur Spitze.
Die „offizielle Freundschaftsdelegation“ aus Ome unter der Leitung von Herrn Setsuo Yaegashi, dem Vorsitzenden des dortigen Freundeskreises, weilte vom 23. bis 30. September in unseren Mauern. Ein umfangreiches Programm wurde von der Stadt und dem Freundeskreis zusammengestellt.
Am Ankunftstag (abends) wurden die Gäste von Bürgermeister Dr. Walter Bersch in Boppard begrüßt und dann von ihren Gastgebern in Empfang genommen.
Der nächste Tag (Samstag) war Programm frei und wurde von den Gastgebern bestritten ( Sesselbahn, Gedeonseck, Rheintal, Loreley, Niederwalddenkmal uvm.); am Abend besuchten alle Gäste das Bopparder Weinfest und erfreuten sich am Feuerwerk.
Der Sonntag begann mit dem Besuch einer Bonsai-Ausstellung im Rathaus. Im japanischen Garten wurde eine neue Ome-Fahne gehißt und Steine vom Tama-Fluß niedergelegt, dann Stadtrundgang, der am Marktplatz endete. Hier vergnügten sich alle auf dem Weinfestgelände. Ein Teil der Gäste besuchte die 10 Bopparder Ortsteile.
Am Montag stand die Marksburg an, dann Ehrenbreitstein und das Deutsche Eck. Von hier aus erfolgte eine Stadtführung durch die Koblenzer Altstadt. Der Ausflug endete schließlich im Biergarten der Königsbacher Brauerei. Die Delegationsführung wurde abends von Bürgermeister Dr. Bersch in dessen Haus privat empfangen.
Am Dienstag Abend war das große Chor-Konzert mit dem Bürgerchor aus Ome und den Chören der Bälzer Sangesgilde, ein wunderbarer Event, der unvergesslich bleiben wird. Wer nicht proben mußte, hatte tagsüber Zeit, Ausflüge zu unternehmen (z.B. Luxemburg, Nürburgring usw).
Am Mittwoch erfolgte eine Schifffahrt nach Rüdesheim, wo ein Stadtbummel Gelegenheit zum Einkauf von Geschenken gab. Nach der Rückkehr nach Boppard verblieb nicht mehr viel Zeit, sich für die „Offizielle Jubiläumsveranstaltung“ „fein zu machen“. Die Stadt Boppard zog alle Register, um eine würdevolle und auch prunkvolle Veranstaltung zu zelebrieren, die dem Anlaß eines 40-jährigen Städtepartnerschafts-Jubiläums angemessen war. Man versicherte sich gegenseitig einer festen Freundschaft und versprach sich, die Partnerschaft auch weiterhin mit Leben zu erfüllen. Dank an alle Freunde der Partnerschaft und einige Ehrungen rundeten das Bild der Harmonie ab.
Am Donnerstag war die älteste Stadt Deutschlands, nämlich Trier, das Ziel der Gäste, die von zahlreichen Mitfahrern begleitet wurden. Am Abend stieg dann die Sayonara-Party im Ägidiusheim in Bad Salzig. Was das Ehepaar Novy, unterstützt durch den Ortsvorsteher Wolfgang Spitz, hier organisiert hatte, ist einfach nicht mehr zu toppen. Die japanischen Freunde wurden unter anderem erfreut durch den Fanfarenzug Bad Salzig, das Ballett KG Grün-Weiß, den gemischten Chor Bad Salzig und die Feuerwehrkapelle Bad Salzig. Mit deutsch-japanischer Fröhlichkeit vergingen die Stunden wie im Flug bis sich dann alle Anwesende an den Händen faßten und gemeinsam das Lied „Nehmt Abschied Freunde….“ sangen, das Zeichen zum Aufbruch.
Am Freitag schließlich wurden noch Einkäufe in Boppard oder Koblenz gemacht, ehe die Koffer gepackt wurden. Am Nachmittag war es dann soweit, es mußte endgültig Abschied genommen werden. Es gab innige Umarmungen, Tränen und das Versprechen, sich bald wiederzusehen, ehe man den Bus nach Frankfurt bestieg. Viele Freunde der Partnerschaft winkten den Abfahrenden gerührt nach.

Zum Gegenbesuch nach Ome ins „Land der aufgehenden Sonne“ starteten am 25. Oktober 30 Bürger ( 14 Offizielle und 16 vom Freundeskreis ) und blieben dort bis zum 2. November. Als die Jubiläumsgruppe am späten Abend am Ziel ankam, wurde sie bereits von Bürgermeister Takeuchi, den Gastgebern und zahlreichen „alten Bekannten“ erwartet und mit Jubel begrüßt. Die japanischen Freunde hatten ein umfangreiches Programm für die Bopparder zusammengestellt und präsentierten dabei die Vielfalt ihrer Kultur, Sitten und Landschaft. Höhepunkte waren die Ausflüge zum Mitake-San, nach Tokio, nach Nikko und nach Kamakura, der alten Kaiser-Stadt. Zu den herausragenden Mosaiksteinen auf der Brücke der Freundschaft zählten der Empfang im Rathaus, die Jubiläumsveranstaltung durch die Stadt Ome, die Sayonara-Party des Freundeskreises und das Pflanzen einer Linde vor dem Rathaus. Als schließlich die Stunde des Abschiedes gekommen war und man früh morgens Richtung Flughafen Narita aufbrach, war der Platz vor dem Rathaus voller Menschen, und man konnte einen Herz erweichenden Abschied mit vielen Tränen erleben. Lange, lange winkte man sich noch zu.

2006 – Zum 40. Ome – Marathon am 19. Februar 2006 flogen 4 Bopparder Bürger und zwar Gerd Birnstock, Rolf Breitbach und Peter Adolphs mit Frau. Zudem wurden Herr Adolf Meinung und Bernd Hübner ( Rund um Boppard ) von der Stadt Ome im Rahmen des Regierungsprojektes „Visit Japan“ eingeladen, um über die Beziehungen zwischen Ome und Boppard zu berichten. – Anfang April wurden 330 Kirschbäume in Boppard angeliefert, die von der Stadt Ome und dem dortigen Freundeskreis der Stadt Boppard aus Anlaß des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft geschenkt worden waren ( die Schenkungsurkunde wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten bereits im Herbst 2005 Bürgermeister Dr. Bersch überreicht ). Die eine Hälfte wurde in Boppard gepflanzt, die andere im Filsener Hang, damit man diese von Boppard aus sehen und bewundern kann (nach einer Idee von Tamaki Hijikata ). – Vom 25. April bis zum 1. Mai weilte eine Delegation aus Ome in Boppard, die eigens angereist kam, um die Pflanzzeremonie mitzuerleben. Der Gruppe gehörten an Setsuo Yaegashi, der 1. Vorsitzende, und Frau, Tamaki Hijikata, der Vorgänger im Vorsitz und „Spiritus rector“ der Kirschbaumaktion, sowie Herr und Frau Shimizu, außerdem der Vorsitzende der Gärtnergenossenschaft aus Ome mit drei weiteren Gärtnern. Gedenktafeln mit den Namen der Spender wurden in Boppard (Ome-Garten), Filsen und Buchholz übergeben. – Für 1 Jahr ist Frau Miyo Togashi als Au-pair-Mädchen bei Familie Rainer Schmitt in Udenhausen. – Die 11. Jugenddelegation aus Ome weilte im Juli in Boppard. Delegationsleiter war Herr Makoto Koike, Vorsitzender des Schulrates der Stadt Ome. Mit dabei waren auch Herr Kazuhiko Nishida , im Rathaus Ome für die Städtepartnerschaft mitverantwortlich, und die Lehrerin Frau Yurino. – Am 25.07.2006 verstarb das Ehrenmitglied Ex-Bürgermeister Günter Linnenweber, der am 24.09.1965 die Urkunde der Städtepartnerschaft unterzeichnet hatte. – Im Verlauf des Jahres besuchten Boppard auch der Leiter des Krankenhauses in Ome, Herr Dr. Kazo Hoshi, mit einer Gruppe von Ärzten aus ganz Japan, Frau Professorin Junko Muto von der Uni Ome, Frau Fukiko Hafuki, Ehepaar Mitsuyo und Hiroyuki Hosaya und das Vorstandsmitglied FK Ome-Boppard Tomoko Itabashi

2007 – Am 25. Febr. 2007 starb der 2. Vorsitzende des Freundeskreises Ome-Boppard, Herr Nobuyuki Shimizu aus Ome. Er besaß hervorragende Deutschkenntnisse und war vor seiner Pensionierung Botschaftsangestellter und Träger des Bundesverdienstkreuzes. – Vom 15. Juni bis 21. Juni weilte eine Gruppe von insgesamt 14 Sportlern und Betreuern aus der Partnerstadt Ome in Boppard, um am Mittelrhein-Marathon teilzunehmen. Geleitet wurde sie von Herrn Setsuo Yaegashi, dem 1. Vorsitzenden des dortigen Freundeskreises. Die Stadt Boppard hat in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Freundeskreis ein schönes Programm für die japanischen Freunde erstellt. Höhepunkt des Aufenthaltes war der Mittelrhein-Marathon bzw. -Halbmarathon. Hier konnte sich Frau Izumi Oka (36) besonders auszeichnen, sie gewann ganz überlegen den Halbmarathon Frauen. Alle gestarteten Japaner schnitten gut ab und erhielten Urkunden als Finisher. Als Betreuer war Herr Tadashi Sekiguchi, ein Nachkomme von Freiherr Philipp Franz von Siebold, mitgekommen. Ihm wurde es ermöglicht, den Familienstammsitz Burg Brandenstein zu besuchen. – Shoko Nomoto aus Ome war 1995 Studentin des Goethe-Institutes in Boppard, um „Deutsch zu lernen“. Seit dieser Zeit besuchte sie mehrmals Boppard und wohnte stets bei Familie Karlheinz Scherer, woraus sich eine tiefe Freundschaft entwickelt hat. Im Jahre 2006 heiratete sie Osamu Ozawa. Zu der Hochzeit waren auch Rita und Karlheinz Scherer geladen. Im Juli dieses Jahres zeigte sie nun ihrem Mann, ihren Eltern und ihrer Schwiegermutter Boppard nebst Umgebung, wo Shoko schöne Zeiten verbracht hatte. – Am 15. 09. 2007 heiratete Daniela Novy, die 1998 mit einer Jugenddelegation Ome besuchte. Ihre damaligen Gastgeber Yasuo und Noriko Kaneko kamen aus diesem Anlass als Überraschungsgäste nach Boppard.

2008 – Der berühmte Ome – Marathon, zu dem auch 7 Bopparder angereist waren, sollte in diesem Jahr am 3. Februar stattfinden. Wegen plötzlichen, starken Schneefalls musste er jedoch, wie im Jahre 1996, abgesagt werden. Vom 29. Mai bis 4. Juni 2008 weilten 4 Sportler aus Ome in Boppard, die am Mittelrhein-Marathon 2008 teilgenommen haben. Dabei war auch Frau Izumi Oka, die Siegerin des Halbmarathons 2007. Sie gewann auch diesmal und stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. – Vom 30. Mai bis 3. Juni 2008 war zudem eine offizielle Delegation von Stadtratsmitgliedern aus der Partnerstadt Ome zu Gast in Boppard, geleitet vom Vorsitzenden des Stadtrates. Der Delegation gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister an. – Dass die Partnerschaft Ome – Boppard mit Leben erfüllt ist, zeigt, dass in der Zeit vom 23. Juli bis 29. Juli wieder Bürger aus Ome in Boppard weilten. Die 12. Jugenddelegation, 13 Jugendliche, eine Lehrerin, Herr Kunio Tomizawa von der Stadtverwaltung Ome, besuchte unter Leitung von Bürgermeister Toshio Takeuchi-San unsere Heimatstadt Boppard. – Vom 29. Mai bis 4. Juni 2008 weilten 4 Sportler aus Ome in Boppard, die am Mittelrhein-Marathon 2008 teilgenommen haben. Dabei war auch Frau Izumi Oka, die Siegerin des Halbmarathons 2007. Sie gewann auch diesmal und stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. – Vom 30. Mai bis 3. Juni 2008 war zudem eine offizielle Delegation von Stadtratsmitgliedern aus der Partnerstadt Ome zu Gast in Boppard, geleitet vom Vorsitzenden des Stadtrates. Der Delegation gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister an. – Dass die Partnerschaft Ome – Boppard mit Leben erfüllt ist, zeigt, dass in der Zeit vom 23. Juli bis 29. Juli wieder Bürger aus Ome in Boppard weilten. Die 12. Jugenddelegation, 13 Jugendliche, eine Lehrerin, Herr Kunio Tomizawa von der Stadtverwaltung Ome, besuchte unter Leitung von Bürgermeister Toshio Takeuchi-San unsere Heimatstadt Boppard. – Ebenfalls konnten sich etliche Bürger aus Boppard an den Schönheiten Japans erfreuen. Zu diesen zählten auch Heinrich Conrad, der Vorsitzende des Freundeskreises Boppard, nebst Gattin Helga und Dr. Gerd Loskant, Leiter des Forstamtes Boppard.

2009 – Wieder flogen Bopparder Bürger mit Gerd Birnstock zum Ome-Marathon. Für ihn war es insgesamt die 10. Teilnahme, wobei er vor 25 Jahren ( 1984 ) erstmals startete. Dafür wurde er in Ome besonders geehrt. – Frau Masako O´Regan wurde am 30. April 2009 mit der „Ehrennadel des Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Kurt Beck“ ausgezeichnet. Damit wurde ihr langjähriges Engagement für die Städtepartnerschaft zwischen Ome und Boppard gewürdigt. Die Auszeichnung wurde im Beisein von Bürgermeister Dr. Walter Bersch von Bertram Fleck, dem Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, überreicht. – Die praktizierte Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten ging weiter, etliche Bürger aus Ome und Boppard, darunter aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder, besuchten die jeweilige Partnerstadt. – Am Mittelrhein-Marathon nahm wieder eine Gruppe aus Ome teil, die von Bürgermeister Toshio Takeuchi geleitet wurde. Mit dabei war auch Frau Izumi Oka, die Siegerin des Halbmarathons 2007 und 2008. Sie gewann auch diesmal ganz überlegen. – Am Samstag, dem 13. Juni 2009, wurde in Ome die Festschrift zum 30-jährigen Jubiläum des Freundeskreises in Ome in einem festlichen Rahmen präsentiert. Der Vorsitzende Setsuo Yaegashi konnte über 100 Gäste begrüßen. Ranghöchster Gast war der Premierminister von Japan. Der Deutsche Botschafter in Japan hatte 2 Vertreter zu der Veranstaltung nach Ome geschickt. – Am 09. Juli 2009 wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Verabschiedet wurde dabei nach fast 30-jähriger Tätigkeit der bisherige Vorsitzende und Ehrenmitglied Heinrich Conrad. Der Freundeskreis wird nun geführt von: 1. Vorsitzender Alfred Roos, 2. Vorsitzender Dirk Kremer, Schatzmeisterin Resi Birnstock, Schriftführerin Martina Weirich-Mohr, Beisitzer Gerd Birnstock, Helmut Biller, Renate Horn, Jugendvertreterin (erstmals eingeführt ) Eva Müntnich. – Vom 4. bis 13. Sept. 2009 war der japanische Taiko-Meister Yoshio ITO zu Gast in Boppard. Der Abschluss des in Verbindung mit der Musikschule Honecker Boppard durchgeführten Seminars war ein imposantes Konzert. Neben der Taiko-Gruppe aus Boppard und Haguruma-Daiko aus Düsseldorf verstand es vor allem Meister Yoshio Ito aus Ome mehr als 400 Besucher in der Stadthalle Boppard zu begeistern. – Eine Jugenddelegation aus der Stadt Boppard reiste vom 13. bis 21. Oktober nach Ome. Die Gruppe,die aus 10 Jugendlichen bestand, wurde von Dr. Heinz Bengart, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Boppard geleitet.

 

2010: Das 45. Jubiläumsjahr !

Am Montag, dem 8. Februar, starb Herr Setsuo Yaegashi. Er war ab 2002 Vorsitzender des Freundeskreises Ome – Boppard in Ome. Davor war er lange Zeit 2. Vorsitzender unter Herrn Tamaki Hijikata. Am 17. April wurde Frau Itsumi Hoshino zu seinem Nachfolger gewählt. – Zum diesjährigen Mittelrhein-Marathon kam wieder eine Gruppe Sportler aus Ome unter der Leitung von Izumi Oka, die bisher dreimal den Damen-Halbmarathon gewinnen konnte. Trotz starker Erkältung erkämpfte sie am 29. Mai noch den dritten Platz. Am 29. April verlieh der japanische Kaiser Heinrich Conrad, dem ehemaligen, langjährigen Vorsitzenden des Bopparder Freundeskreises, den „Orden der aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen“. Dieser wurde dann am 1. Juni dem Geehrten vom japanischen Generalkonsul in einer Feierstunde in der Bopparder Stadthalle im Beisein vieler Ehrengäste überreicht.- Frau Noriko Hida, Stadträtin aus Ome, weilte ab 13. Juli ein paar Tage in Boppard, um sich Einblicke in soziale Bopparder Einrichtungen, Müllentsorgung, Abwasserbeseitigung usw. zu verschaffen. Betreut wurde sie von Alt-Bürgermeister Wolfgang Gipp. – Am 20. Juli wurde das neue Rathaus in Ome feierlich der Öffentlichkeit übergeben (die offizielle Einweihung ist für 2011 vorgesehen). – Vom 17. August bis 23. August besuchte eine Jugenddelegation aus Ome unter Leitung von Herrn Shigeo Hatanaka, Leiter der Schulverwaltung der Stadt Ome, Boppard. Mit dabei war auch Herr Fuda, der im Rathaus Ome für die Städtepartnerschaft zuständig ist. – Aus Anlass des 45-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Ome – Boppard flog am 8. Oktober eine Delegation, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Bopparder Stadtrates und des Freundeskreises, unter Leitung von Dr. Heinz Bengart, 1. Beigeordneter der Stadt Boppard, und Alfred Roos, 1. Vorsitzender des Freundeskreises, nach Ome, um dort den Gedenktag feierlich zu begehen. Zwischen dem Bopparder Kant Gymnasium und der Ome Sogo High School wurde außerdem eine Schulpartnerschaft beschlossen. Die Urkunden unterzeichneten im feierlichen Rahmen die Leiter der Institute, Herr Nonaka (Ome) und Herr Spriewald ( Boppard ).

2011 – Auch in diesem Jahr reiste wieder eine Gruppe von Läufern um Gerd Birnstock zum Ome – Marathon. Mit dabei war auch Lothar Hirsch, Teamleiter Lauf des DLV, der in Ome einen Kooperationsvertrag „Mittelrhein – Marathon“ mit dem „Ome – Marathon“ abschloss. Am 11. März erlebte Japan ein schweres Erdbeben (Stärke 8,9), das einen gewaltigen Tsunami auslöste. Das Epizentrum des Bebens gegen 14.45 Uhr Ortszeit (06.45 Uhr MEZ) lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio. Hunderttausende Menschen in der betroffenen Region sind auf Hilfe angewiesen. Der Freundeskreis Ome – Boppard in Boppard startete sofort eine überregionale Spendenaktion, deren Erlös gezielt einem betroffenen Objekt über die Stadtverwaltung Ome zugeführt wird. – Vom 25. bis 30. Mai kamen 12 Teilnehmer des „Deutschkurs“ unter Leitung von Frau Yoshiko Yoshinaga und 3 weitere Läufer des Mittelrhein-Marathons, unter ihnen die dreimalige Siegerin Izumi Oka, nach Boppard. Mit dabei waren auch Mariko Yaegashi und Katsumasa Takesue, der Webmaster der HP des Freundeskreises in Ome. Oka–San belegte diesmal beim Halbmarathon einen hervorragenden 2. Platz. Auch Herr Toyuei Shigeeda, Generalkonsul von Japan, startete in Boppard beim Halbmarathon. Er wurde auf der gesamten Strecke von einer Abordnung des Freundeskreises mit Fahnen begleitet. – Die Bopparder Jugenddelegation, die in diesem Jahr Ome besuchte, wurde geleitet von Bürgermeister Dr. Walter Bersch. Man nahm dort auch an den Feierlichkeiten im neuen Rathaus teil, die aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Stadt Ome stattfanden. –

2012 – Am 19. Januar starb Herr Masao Yamazaki ( *25.08.1922 – †19.01.2012 ), Bürgermeister von Ome von 1975 bis 1987. Als Vorsitzender des Stadtrates Ome besuchte er bereits 1972 Boppard. – Herr Takeshi Nakane ist neuer Botschafter von Japan in Deutschland. Am 9. März 2012 hat er dem Bundespräsidialamt sein Beglaubigungsscheiben überreicht. Bereits 1975 war er in Boppard und hat als Student des Goethe-Institutes für eine Besuchergruppe aus der japanischen Partnerstadt Ome unter der Leitung des späteren Bürgermeisters Eikichi Tanabe als Dolmetscher fungiert. – Eine Karnevalsgruppe aus Ome besuchte Boppard und nahm an den Umzügen in Bad Salzig und Boppard teil. Mit ihren Kostümen und Musikinstrumenten begeisterten sie die Zuschauer. – Unter der Leitung von Karlheinz Scherer besuchte ein Projekt-Chor unsere japanische Partnerstadt Ome. Dort hatten die 35 Sängerinnen und Sänger wunderbare Erlebnisse und kehrten vollauf begeistert als Freundschafts-Chor wieder zurück. – Am 2. Juni wurde der Mittelrhein-Marathon 2012 ausgetragen, an dem wieder fünf Sportler aus unserer Partnerstadt Ome teilnahmen, die beim Halbmarathon starteten und zum Teil hervorragende Ergebnisse erliefen. Mit dabei war auch Izumi Oka, die diesen bereits dreimal gewonnen hatte und heuer den dritten Platz erringen konnte.

2013 – Auch im ersten Quartal 2013 besuchten etliche Bürger aus Ome ihre Partnerstadt Boppard. Dazu zählte auch das Ehepaar Okabe, das schon mehrmals hier war und zudem zu den „Mitbegründern“ der Städtepartnerschaft Ome-Boppard zu zählen ist. — Am 21. April hatte der Freundeskreis Ome-Boppard in Ome seine Jahreshauptversammlung. Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes trat die amtierende Vorsitzende, Frau Itsumi Hoshino, nicht mehr an. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Katsumasa Takesue gewählt. — Auch in diesem Jahr nahmen fünf japanische Sportler unter der Leitung von Izumi Oka erfolgreich am Mittelrhein-Marathon teil. Zeitgleich besuchten zudem Mariko Yaegashi, ihr Neffe Hiroya, ihre Nichte Hiroe und Yoshiko Yoshinaga ihre Partnerstadt Boppard, wobei Hiroe Yaegashi ebenfalls beim Mittelrhein-Halbmarathon mitlief — Tamaki Hijikata, der ehemalige Vorsitzende des Freundeskreises Ome – Boppard in Ome und Träger des Bundesverdienstkreuzes,besuchte Ende September mit seiner Frau Chieko wieder einmal Boppard. Er wurde vom hiesigen Freundeskreis und der Stadtverwaltung bestens betreut. –

2014 – Auch in diesem Jahr waren einige Läufer nach Ome geflogen, um am dortigen Marathon teilzunehmen; mit dabei waren auch zwei offizielle Vertreter des „Mittelrhein-Marathons“. Wegen starken Schneefalles (wie seit 120 Jahren nicht mehr) musste der Lauf jedoch ausfallen. – Am 25. April starb Horst Fußhöller, der Senior-Chef des Rheinhotels Bellevue. Er war ein Freund und Gönner der Städtepartnerschaft Ome – Boppard. Für seine Freunde und Gäste aus Japan hatte er immer ein offenes Ohr und Haus.Der Gast war ihm König – selbst ein Kaiser-Paar suchte ihn im September 1993 auf. – Auch in diesem Jahr nahm wieder eine Gruppe Sportler aus Ome am Mittelrhein – Marathon teil, wobei Yagi Mitsuhiro-San bei den Herren den 6. Platz im Halbmarathon erreichte und Nakamura Natsuko-San bei den Damen gar den 2. Rang belegte. — Bürgermeister Toshio Takeuchi aus Ome war zusammen mit seiner Gattin Sakae – San, sowie dem Ehepaar Yumi und Mikio Ozawa, das die bekannte Reiswein-Brauerei Sawanoi vertritt, nach Boppard gekommen. Herrn Takeuchi wurde am 05.10. im Rahmen der Großen Weinprobe während des Bopparder Weinfestes die „Ehrenwinzerschaft“ der Stadt Boppard verliehen. Als Besonderheit wurde dort auch Sake der Brauerei Sawanoi gereicht. —

 

2015: Das 50. Jubiläumsjahr! — 50 Jahre wahre Freundschaft, danke !!! —

Viele Arbeitseinsätze im Ome-Garten, da dieser total umgestaltet wird – Auch in diesem Jahr nahm wieder eine Gruppe Sportler aus Ome am Mittelrhein – Marathon teil, wobei Tatsuya Aoyagi-San bei den Herren ganz überlegen den 1. Platz im Halbmarathon erreichte und Mariko Ogawa-San bei den Damen den 6. Rang belegte. Tetsuo Osaki-San lief die 10-km-Strecke bereits zum 9. Mal –

In diesem Jahr finden in Boppard und in Ome die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Ome – Boppard statt, wozu vom 15. – 20. Juli eine 29-köpfige Delegation aus Ome unter Leitung von Bürgermeister Toshio Takeuchi in Boppard weilte. Höhepunkt war der Festakt am Donnerstag in der Stadthalle. Nach Augsburg (1959) und Köln (1963) hat die Stadt Boppard als dritte Stadt in der Bundesrepublik Deutschland eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt in Japan begründet: Ome am Tama-Fluss in der Nähe von Tokyo. Der Partnerschaftsvertrag wurde am 24. September 1965 in Boppard von Bürgermeister Günter Linnenweber und Bürgermeister Eijo Enomoto unterzeichnet.
Bürgermeister Dr. Walter Bersch betonte in seiner Ansprache den großen Gleichklang der Gefühle und Denkweisen in Japan und in Deutschland, was er auch auf die vergleichbaren Erfahrungen und Lehren der schrecklichen Katastrophen des Zweiten Weltkrieges zurückführt. Ome und Boppard setzen sich heute gleichermaßen für Frieden und Völkerverständigung ein, so Dr. Bersch. Bürgermeister Toshio Takeuchi stellte in seiner Rede in deutscher Sprache die Verdienste von Bürgermeister Enomoto heraus, der für die Jugend seiner Stadt die Welt öffnen wollte. Darüber hinaus habe er auch persönlich viele gute Erfahrungen in der Städtepartnerschaft Ome – Boppard gemacht und bedankte sich nochmals dafür, dass er im vergangenen Jahr in der Stadthalle zum Ehrenwinzer der Stadt Boppard ernannt wurde. Die Vorsitzenden der Freundeskreise Katsumasa Takesue und Alfred Roos stellten in ihren Ansprachen heraus, dass die Freundschaft über die formalen Beziehungen tief in die jeweiligen Bürgerschaften gewachsen sei. Alfred Roos präsentierte eine Bilderschau zu den Höhepunkten der 50-jährigen Partnerschaftsgeschichte. Der stellvertretende Generalkonsul von Japan Yoshitaka Tsunoda betonte die große Bedeutung der Städtepartnerschaft für die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, was sich auch darin ausdrückt, dass Tamaki Hijikata das Bundesverdienstkreuz und Heiner Conrad den „Orden der aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen“ des japanischen Kaisers erhielt. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von den Musikfreunden Boppard – Weiler. Yoko Kobayashi führte einen klassischen japanischen Tanz auf und Sachiko Yoshimi spielte auf der Koto, der japanischen Harfe. Der Jugendratsvorsitzende Oliver Kuppek präsentierte seine musikalische Vielseitigkeit auf der Geige, am Klavier und am Schlagzeug per Videoeinspielung gleichzeitig. Der zweistündige Festakt endet mit der Japanischen sowie der Deutschen Nationalhymne, gesungen von Natalie Ketzer. Takeuchi überreichte das gemalte Bild einer blühenden Blume sowie eines singenden Vogels auf Porzellan. Bürgermeister Dr. Walter Bersch überreichte in einer großen Holzkiste eine der beiden in Maria Laach frisch gegossenen Glocken, so dass es künftig in beiden Städten gleich tönt.
Um diesen Festakt war ein interessantes Besuchsprogramm erstellt, das vom Besuch der Glockengießerei im Kloster Maria Laach, der Eröffnung des neu gestalteten Ome-Partnerschaftsgartens, der Freundschaftsfeier im Ruderclub, dem Stadtbummel durch Koblenz mit Seilbahnfahrt zur Festung Ehrenbreitstein und Besuch des Forums Mittelrhein bis zur Rundfahrt durch die 10 Ortsbezirke der Stadt mit Mittagessen im Dorfgemeinschaftshaus Herschwiesen reichte. Am Montagmorgen verabschiedeten sich die japanischen Gäste auf dem Remigiusplatz, um nach einem Besuch der Stadt Heidelberg und des Generalkonsulats in Frankfurt, den 12-stündigen Interkontinentalflug anzutreten. In der Zeit vom 22. – 31. Oktober 2015 findet dann der Gegenbesuch der Bopparder Delegation unter Leitung von Bürgermeister Dr. Walter Bersch in Ome statt.

Nach eingehender Vorbereitung reiste dann auch die offizielle Partnerschaftsdelegation (37 Teilnehmer) nach Japan, um dort das 50-Jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Ome und Boppard würdig zu feiern.
Da die Anreise über den Stadtflughafen Haneda erfolgte, hatte die Gruppe sofort die Gelegenheit, in die japanische Kultur einzutauchen und den Takahada Fudousan Tempel in Hino-City zu besuchen.
Bei Ankunft vor der neuen Stadtverwaltung in Ome warteten dann die japanischen Gastgeber bereits in großer Anzahl, und Bürgermeister Takeuchi ließ es sich nicht nehmen, die Delegation zu begrüßen. Bei der anschließenden Verteilung auf die Gastfamilien bekam man einen ersten Eindruck der intensiven Freundschaft, denn sowohl alte Freunde als auch neue Gastgeber nahmen die Gruppe aus Boppard mit offenen Armen in ihren Familien auf.
Nach der ersten Nacht in Japan hatte man am Samstag bei der Willkommensparty des Freundeskreises in den Räumlichkeiten der Meisei-Universität erste Gelegenheit zum Austausch und lockeren Kennenlernen. Eine Zaubershow, Taikotrommeln, gemeinsamer Gesang und Tanz schweißten zusammen und bildeten den Auftakt des offiziellen Programms.
Feierlich wurde es dann am Sonntag. Der offizielle Festakt der Stadt Ome begeisterte durch perfekten Ablauf und hochkarätige Programmpunkte. Ein fröhlicher Auftakt durch die Sousuikai-Tänzer begleitete die Gruppe in den großen Saal der Stadtverwaltung, wo die Partnerschaft durch Reden und den Austausch des offiziellen Geschenkes – zwei speziell angefertigte Daruma-Puppen – gewürdigt wurde. Im Anschluß an den offiziellen Teil begeisterte das Orchester der Izumi Mittelschule, unterstützt durch einen Chor, mit Musikvorträgen auf höchstem Niveau, u.a. ein Disney-Medley, und riss die Zuhörer zu begeistertem Applaus und Standing Ovations hin. Dann erklang die Partnerschaftsglocke aus Maria Laach zum ersten Mal in Ome. Eine japanische Version des Glockenturmes aus dem Partnerschaftsgarten in Boppard steht nun vor der Stadtverwaltung in Ome und erlaubt stetigen Gleichklang zwischen den Städten: Zwei Städte, zwei Türme, zwei Glocken – ein Klang! Im Festsaal des Sweet Plum- Veranstaltungszentrums wurde dann gebührend gefeiert. Die Überreichung von Gastgeschenken wurde u.a. begleitet von Musikvorträgen von beiden Seiten und dem Aufschlagen eines Reisweinfasses. Ein Highlight war sicher auch der erste offizielle Auftritt eines Bopparder Karnevalsprinzen – „Schosch der Schöne“ zog in vollem Ornat, begleitet von einem improvisierten karnevalistischen Hofstaat, zu den Klängen des Narrhalla-Marsches ein und brachte den japanischen Freunden „Karneval als Gefühl“ nahe. Nach der offiziellen Veranstaltung bewährten sich die geschlossenen Freundschaften – es folgten viele Feiern im kleinen Kreise.
Am Montag erwartete die Delegation dann eine Erfahrung, welche so auch für Japaner einen extremen Seltenheitswert besitzt: Eine Fahrt zum Fuji-san mit komplett freier Sicht auf das 3776 m hohe Wahrzeichen Japans. Der Wettergott zeigte sich besonders gut gelaunt, denn es herrschte eine Sicht auf den Berg, wie nur an einigen wenigen Tagen im Jahr. Die Busfahrt bis zur fünften Station auf 2500 m Höhe war an sich schon ein Erlebnis, jedoch die Fernsicht, der Ausblick auf den Gipfel und der anschließende Besuch der Oshino Hakkai Fujiquellen machten den Tag dann perfekt.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Stadt Ome. Eine Behinderteneinrichtung mit dem Bopparder Wingert (Weinberg), die Weberei Hotman, das malerische Tal des Tama-Flusses und der leckere Sake im Hause der Sawanoi Brauerei wurden gemeinsam besucht. Anschließend stand die Ome Sogo High School, Partnerschule des Kant-Gymnasiums, auf dem Programm. Auch hier begeisterten wieder japansiche Schüler mit einer professionellen Taiko-Vorführung. Der Besuch der neuen Stadtverwaltung bildete den Abschluss eines ereignisreichen Tages.
Nachdem der Mittwoch individuell mit den Gastfamilien und Freunden verbracht wurde, stand am Donnerstag Tokyo auf dem Programm. Eine Fahrt in überfüllten Zügen zur Rush-Hour nach Tokyo war eine bleibende Erfahrung japanischen Lebens. Der Blick vom SkyTree, mit 634 m Höhe das zweithöchste Bauwerk der Erde, erlaubte einen spektakulären Eindruck von der Mega-City Tokyo zu gewinnen und war sicher ein weiterer Höhepunkt der Reise. Der Besuch eines Shopping Centers und des traditionellen Tempelbezirkes in Asakusa rundete den Tag in Tokyo ab. Nach der Rückkehr nach Ome wartete dann am Abend schon der Deutschkurs mit einer lockeren Party als inoffizieller Abschluss der Reise. Freitags hatte man dann nochmals die Gelegenheit, Zeit mit den Gastfamilien zu verbringen und individuelle Ausflüge zu unternehmen. Einige Teilnehmer besuchten die Gartenparty des ehem. Vorsitzenden des Freundeskreises Tamaki Hijikata. Kofferpacken und Abschiedsbesuche leiteten dann schon die Rückreise ein. Am Samstagmorgen galt es dann gleich zweimal Abschied zu nehmen. 16 Teilnehmer der Delegation reisten frühmorgens noch für drei weitere schöne Tage nach Himeji, Naoshima und Kyoto. Die direkten Rückkehrer wurden vor der Stadtverwaltung verabschiedet und dann per Bus zum Flughafen gebracht. Tränenreicher Abschied – jedoch die Hoffnung auf ein Wiedersehen in Ome oder Boppard.
2020 gibt es dann zwei Gründe wieder nach Ome zu reisen – 55 Jahre Partnerschaft und die 32. Olympischen Sommerspiele in Tokyo.

2016 –Der Ome-Marathon feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. An dem Jubiläumslauf nahmen auch Bopparder Athleten teil. Dirk Kremer, Rolf Breitbach, Gerd Birnstock nebst Enkelin Friederike besuchten unsere Freunde in Ome. Begleitet wurden sie von Lothar Hirsch, den Organisator des Mittelrhein-Marathons.-
In der Zeit vom 17. – 27.03. besuchte eine Jugenddelegation aus Boppard die Partnerstadt Ome. 10 junge Leute unter Leitung der Beigeordneten Ruth Schneider hatten die Gelegenheit, die Kultur Japans kennenzulernen und in Gastgeberfamilien neue Freundschaften zu schließen bzw. bestehende zu pflegen.
Vom 18. April bis 25. April weilte der Bürger-Chor der Stadt Ome mit 31 Personen in Boppard. Ein abwechslungsreiches Programm wurde von Stadtverwaltung und Freundeskreis ausgearbeitet und bereitete den Gästen große Freude. Mehrmals zeigte der Chor sein Können und erfreute die Zuhörer. Höhepunkt des Aufenthaltes in Boppard war eine Deutsch-Japanische Chorbegegnung in der Stadthalle Boppard unter Mitwirkung des Bürger-Chores der Stadt Ome, des Freundschafts-Chores „Ome – Boppard“, des Frauen-Chores der Bälzer Sangesgilde und der Musikfreunde Boppard-Weiler. Durch das Programm führte hier Karlheinz Scherer.
Vom 21. Juni bis 27. Juni besuchte eine „Kimono-Gruppe“ unter Leitung der Direktorin der Kimono-Schule, Frau Masako Takano, Boppard. Für Frau Takano war es bereits der zweite Besuch mit einigen ihrer Schülern.
Der turnusmäßige Besuch der Jugenddelegation aus Ome erfolgte in der Zeit vom 13. bis 21. Juli. Delegationsleiter war der neue Bürgermeister Keiichi Hamanaka.

Im August besuchte Mariko Yaegashi, die Witwe des verstorbenen Setsuo Yaegashi, langjähriger Vorsitzender des Freundeskreises Ome-Boppard in Ome, Koblenz und Boppard. Dabei war ihr ältester Sohn, Dr. Makito Yaegashi mit Ehefrau Miwa und den Kindern Karen und Luka. Für ihn war es bereits der dritte Aufenthalt in Deutschland. — Am 20. September verstarb Heinrich Conrad, Mitgründer des Freundeskreises Ome Boppard in Boppard. Er war dessen langjähriger Vorsitzender, Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender, zudem Träger des hohen japanischen „Ordens der aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen“. – Anfang Oktober besuchten Schüler des Bopparder Kant-Gymnasiums ihre Partnerschule in Ome, die Ome Sogo High School, und erlebten dort unvergessliche Tage. —

2017 – Die aus Boppard angereisten Teilnehmer Sabine Puth, Achim Römer und Rolf Breitbach des diesjährigen Ome-Marathons ( 19. Februar ) wurden vom dortigen Freundeskreis und der Stadt Ome bestens betreut und fungierten zudem als Botschafter für Ome als Hosttown des deutschen olympischen Teams der olympischen Sommer – Spiele 2020 in Tokio. – Am 6. April verstarb der ehemalige Bürgermeister von Ome, Tanabe-San, im Alter von 92 Jahren. Er hat die Geschicke von Ome von 1987 bis 1999 erfolgreich geleitet. – In der Zeit vom 28.4. bis 4.5. war der PRIMAVERA Fußballverein aus Ome mit insgesamt 16 Personen in Boppard, absolvierte 2 Spiele, frischte alte Bekanntschaften wieder auf und schloss neue Freundschaften. Vor 29 Jahren waren die Fußballer nämlich bereits schon einmal in Boppard. – Der Bopparder Alt-Bürgermeister Wolfgang Gipp, Ehrenmitglied des Freundeskreis Ome-Boppard in Boppard, starb am 22. August 2017 im Alter von 73 Jahren. Er war zehn Jahre Bürgermeister und pflegte die Städtepartnerschaft Ome – Boppard sowohl in amtlicher Funktion als auch privat mit all seiner Kraft. – Zum Bopparder Weinfest und zum Koblenz-Marathon reiste jeweils eine kleine Gruppe aus Ome nach Boppard. Die Betreuung erfolgte durch den Freundeskreis und zum Teil auch privat. – Turnusgemäß flog in der Zeit vom 5. Oktober bis 15. Oktober unter der Leitung von Philipp Freiherr von Freytag Loringhoven eine Jugenddelegation nach Ome. Die Betreuung war wie immer hervorragend. Alle kehrten mit unvergesslichen Eindrücken nach Boppard zurück.

 

 

Personalien: Ansprechpartner

Damit Partnerschaften, vor allem Städtepartnerschaften, funktionieren, muss es „Offizielle“ geben, die einerseits Ansprechpartner sind, andererseits auch das Schiff im Ruder halten und gegebenenfalls zupacken, wo es erforderlich ist.
Für die Stadt Boppard sind dies im Besonderen Bürgermeister Dr. Walter Bersch, Ruth Schneider, 1. Beigeordnete, Horst Hassbach, 2. Beigeordneter, Daniel Thomas Geis, 3. Beigeordneter, und Michael Bender, Leiter des Geschäftsbereichs Organisation, und Frau Martina Weirich-Mohr.
Für den Freundeskreis sind dies 1. Vorsitzender Alfred Roos, 2. Vorsitzender Dirk Kremer und darüber hinaus der gesamte Vorstand.
Für die Stadt Ome sind zuständig Bürgermeister Keiichi Hamanaka und der jeweilige Manager für internationale Beziehungen.
Der Freundeskreis dort wir geleitet von 1. Vors. Herrn Yasuo Kaneko und den Stellvertr. Vorsitzenden Frau Yoshiko Yoshinaga und Frau Miho Matsushita !

 

 

Ehrenmitglieder: Verdient gemacht

Mitglieder, die sich um die Städtepartnerschaft herausragende Verdienste erworben haben, können gemäß der Satzung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Die Ernennung erfolgt auf Beschluss des Vorstandes. Der Freundeskreis der Partnerstädte Ome-Boppard e.V. in Boppard hat zur Zeit ein lebendes Ehrenmitglied, Bürgermeister Dr. Walter Bersch.
Wohl keiner in Boppard hatte damals ernsthaft geglaubt, dass die in großer Euphorie unterzeichneten Partnerschaftsurkunden derart mit Leben erfüllt werden würden. Die Nutzung vieler Kommunikationsmittel, wie Briefe, Telefon, Telefaxe, eMail und vor allem die ständigen Besuche einschließlich der Einbindung des Goethe-Instituts waren die Grundpfeiler dieser Verbindung. Aber was wäre dies alles ohne den wichtigen Anteil der Stadtspitze an dem Funktionieren der Partnerschaft. War es der damalige Bürgermeister Günter Linnenweber, der das Pflänzlein der Freundschaft pflanzte und zum Wachsen brachte, so setzte danach Bürgermeister Wolfgang Gipp dieses mit all seiner Tatkraft weiter fort und konnte so einen wohlgeratenen Baum seinem Nachfolger Dr. Walter Bersch überlassen, in der Hoffnung, dass alle Stürme diesem nichts anhaben werden. Dieser „Baum“ wächst nun und wächst und wächst, dank Stadtspitze, Freundeskreis und anderer Förderer, wie z.B. das Kant-Gymnasium.
Ein ganz besonderes Anliegen der beiden Ex-Bürgermeister war es, dass besonders die Jugend mit eingebunden wurde. Als die 7. Jugend-Delegation aus Ome unter der Leitung von Herrn Uchida, dem Leiter der Finanzen der Stadtverwaltung Ome, in den altehrwürdigen Mauern unserer Stadt weilte, begleitet durch Herrn Kunio Tomizawa, zuständig für die Partnerschaft, war dies ein besonderer Anlass, dass der Bopparder Freundeskreis zum festlichen Empfang in den Felsenkeller geladen hatte, wo bei herrlichem Ambiente den Gästen rheinische Lebensart näher gebracht werden sollte, zudem Freundschaften vertieft oder erst geschlossen werden sollten.
Dies bot dann auch den festlichen Rahmen, zwei besondere Ehrungen vorzunehmen. Der Vorstand des Freundeskreises hatte nämlich einstimmig beschlossen, die ehemaligen Bopparder Bürgermeister Günter Linnenweber und Wolfgang Gipp wegen ihrer herausragenden Verdienste um die Partnerschaft zu Ehrenmitgliedern des Freundeskreises zu machen. Vorsitzender Heinrich Conrad händigte nach seiner Laudatio unter dem Beifall der Anwesenden die Urkunden an die so geehrten Mitglieder aus. Günter Linnenweber und Wolfgang Gipp haben sich um die Partnerschaft verdient gemacht. Herr Günter Linnenweber verstarb am 25.07.2006, Herr Wolfgang Gipp am 22.08.2017. Der Freundeskreis Ome – Boppard wird ihnen ein ehrendes Andenken bewahren. — Während des Empfangs der Stadt Boppard am 20. Juni 2007 für die Marathon-Gruppe, die vom 15. Juni bis 21. Juni in Boppard weilte, wurde Heinrich Conrad , 1. Vorsitzender des Freundeskreises Ome – Boppard, durch Günter Horn, ehemaliger langjähriger 2. Vorsitzender, die Urkunde zum Ehrenmitglied im Namen des Vorstandes überreicht. Dieser hatte einstimmig beschlossen, Herrn Heinrich Conrad auf Grund seiner außerordentlichen Verdienste um die Städtepartnerschaft zum Ehrenmitglied zu ernennen. – Auch Herr Dr. Walter Bersch, Bürgermeister der Stadt Boppard, wurde durch einstimmigen Vorstandsbeschluss zum Ehrenmitglied des Freundeskreises Ome – Boppard ernannt. Die Urkunde wurde ihm am 29. Mai 2011 in der Stadthalle vor breiter Öffentlichkeit überreicht. Herr Heinrich Conrad wurde in der gleichen Veranstaltung zum Ehrenvorsitzenden des Freundeskreises proklamiert.

 

Planungen: Tempus fugit

Die Zeit eilt dahin. Im Laufe dieses Jahres und mit Sicherheit auch im nächsten wird es wieder Feierlichkeiten geben. Man wird sich gegenseitig besuchen, Freundschaften werden aufgefrischt oder neue geschlossen, und Jugenddelegationen werden ausgetauscht.

Inzwischen besteht bereits eine unsichtbare Brücke der Freundschaft zwischen Ome am Tama-Fluss und Boppard am Rhein. Über diese führt eine gut ausgebaute Straße von Stadt zu Stadt, von Kontinent zu Kontinent, von einer Kultur zur anderen.

Ab 1965 wurde ständig Mosaikstein an Mosaikstein gefügt, so dass sich daraus eine gut zu befahrende Straße ergeben hat.

So wird das geschriebene Wort in den Partnerschaftsurkunden beider Städte immer wieder mit Leben erfüllt, auf dass wir alle an einer friedvollen Zukunft arbeiten und uns länderübergreifend die Hände in Freundschaft reichen. Sayonara…..

Der Freundeskreis Ome-Boppard in Ome wurde am 4. Dez. 1977 gegründet!

Die bisherigen Vorsitzenden:
1977 – 1982 Herr Eizo Enomoto
1983 – 1987 Herr Eikichi Tanabe
1988 – 2001 Herr Tamaki Hijikata
2002 – 2010 Herr Setsuo Yaegashi
2010 – 2013 Frau Itsumi Hoshino
2013 –  2016 Herr Katsumasa Takesue

2016 – jetzt  Herr Yasuo Kaneko

 

Die Bürgermeister der Stadt Ome:
01.04.1951 – 1955 Herr Kinai Nakamura
02.05.1955 – 1963 Herr Yonekichi Enokido
03.05.1963 – 1967 Herr Eizo Enomoto
04.05. 1967 – 1975 Herr Yozo Ishikawa
05.12. 1975 – 1987 Herr Masao Yamazaki
06.11.1987 – 1999 Herr Eikichi Tanabe
07.11.1999 – 2015 Herr Toshio Takeuchi
01.12.2015—jetzt Herr Keiichi Hamanaka

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