„Diesen Tag werde ich nie vergessen“ Ulrike Witt

Foto: privat Glückliche Gesichter: Niels Schulz (Dritter von links) mit seinen drei Schülerinnen inmitten der Delegation aus dem japanischen Ome.

Zwenkau/Boppard. Die Katastrophe von Fukushima ist in Zwenkau nicht vergessen. Im Gegenteil: Der Leiter des Freien Gymnasiums, Niels Schulz, reiste Anfang der Woche mit drei Schülerinnen nach Boppard in Rheinland-Pfalz. Im dortigen Kant-Gymnasium übergaben die Sachsen an Tanaka Hisao von der allgemeinen Oberschule Ome/Japan einen Spendenscheck über 6883,40 Euro.

Die stolze Summe ist das Ergebnis einer ganz besonderen Aktion: Im Eindruck der tragischen Ereignisse vom 11. März 2011 hatten die fünfte und sechste Klasse des Freien Gymnasiums Kraniche nach der traditionellen japanischen Origami-Technik gefaltet und Paten gesucht (die LVZ berichtete). Ihr Ziel: Hilfe für die Opfer des Erdbebens. Und dabei ist es nicht geblieben. Ende Mai veranstalteten die Zwenkauer Gymnasiasten spontan einen Spendenlauf. Bis zu 46 Runden sind die Kinder gerannt und haben ihre Paten – Familienangehörige und Gewerbetreibende – im Schnitt um zwei Euro pro Runde erleichtert.

In Boppard, das seit Jahren mit Ome eine Städtepartnerschaft pflegt, konnten sie das Geld nun im Beisein von Wolfgang Gipp – Mitglied des Freundeskreises Ome-Boppard und früher Amtskollege von Zwenkaus Alt-Bürgermeister Herbert Ehme (CDU) – überreichen. „Diesen Tag werde ich nie vergessen“, erklärte Maria Rabich, die inzwischen die siebte Klasse besucht. Schulz gestand, dass er beim überschwänglichen Dank der Gäste aus Ome regelrecht Gänsehaut bekommen habe.

Nach dem offiziellen Teil schauten sich die Zwenkauer noch in Boppard und auf der Bundesgartenschau in Koblenz um.

Die Gruppe aus Zwenkau wurde von Familie Gipp während des Besuchs herzlich betreut!

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