Zwischenstand Spendenaktion

Liebe Japanfreunde,

nachdem unsere Freunde aus Ome wieder nach Japan zurückgekehrt sind und Ihre Reise mit guten Ergebnissen beim Marathon und vielen Reiseeindrücken beendet haben, möchte ich kurz über den Zwischenstand unserer Spendenaktion berichten.

Nachdem wir am 14.03 begonnen haben Spenden zu sammeln und dies durch viele Aktionen unterstützt wurde, können wir heute auf einen Zwischenstand von über € 50,000 blicken. Weitere Spendenzusagen liegen vor, sodass mit mmehr als € 60,000 zum Ende der Aktion zu rechnen ist.

Um eine zeitnahe Hilfe vor Ort zu ermöglichen werden wir in dieser Woche vorab € 30,000 an das „Fukuin no Ie“ (einigen Mitgliedern ist es als Bibelcamp von Herrn Harm bekannt) in Okutama bei Ome überweisen.

Ich hatte die Gelegenheit dort, bei meinem letzten Besuch in Japan Mitte Mai, 19 Familien aus Fukushima, welche wohl nie mehr in ihre Heimat zurück können, zu besuchen. Aus diesen Familien arbeiten auch einige Väter weiter im Atomkraftwerk und diese Familien sind somit besonders betroffen.

So mussten alle Flüchtlinge zwei Tage nach dem Erdbeben innerhalb von 30 Min. ihre Häuser räumen und konnten nur das Notwendigste mit in das Lager nehmen.

Aktuell leben dort jeweils ca. 8 Personen auf 25qm. Ca. 60 Personen teilen sich Bad, eine gemeinsame Küche und einen Gemeinschaftsraum, welcher auch als Mini-Verwaltung funktioniert.

So werden die Familien zwar mit dem Notwendigsten versorgt, aber sie haben alles verloren, d.h. Haus und Heimat und oft auch Familienmitglieder oder Freunde.

Der Aufenthalt war ursprünglich bis Ende Mai angedacht, da aber eine Besserung der Situation in Fukushima nicht in Sicht ist, denkt man jetzt an 2012 und versucht sich mit ersten Schritten ein neues Leben aufzubauen. Einige der Kinder gehen bereits in Ome in eine neue Schule, u.a. in die Partnerschule des Kant-Gymnasiums.

Neben dem genannten Projekt, hat uns die Stadt Ome vorgeschlagen einen Teil des Geldes an einen Arzt aus dem Öffentlichen Krankenhaus in Ome zu spenden, welcher als Freiwilliger in einem Notkrankenhaus in Kessenuma (das ist die Stadt, welche durch den Tsunami komplett zerstört wurde) arbeitet. Hierzu werde ich bei meinem nächsten Besuch in Ome am 20.06 genauere Informationen erhalten und dann wieder informieren.

Grüße – nochmals Danke

Alfred Roos, Vorsitzender

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